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Flüchtlinge fordern auch das DRK Schlich

Aktuelle Lage erfordert viel Engagement von unseren Helfern. Der nicht abreißen wollende Flüchtlingsstrom fordert auch immer mehr unsere Einsatzkräfte. Es erfordert einige Arbeit denjenigen zu helfen, die in unserem Land Schutz vor den blutigen Auseinandersetzungen suchen.

Manchmal ist die einige Lösung die vorübergehende Unterbringung in Zelten.

Durch die zeitnahe Zuweisung von Flüchtlingen können die Behörden vor Ort nicht schnell genug Wohnraum zu Verfügung stellen. Dann wird gerne auf eine tagesweise Unterbringung in Zelten zurückgegriffen, die allerdings auf gar keinen Fall als langfristige Lösung anzusehen ist. So war es auch vor kurzem in Linnich geschehen und die Menschen für ein paar Tage in Zelten untergebracht. Nach einer festen Unterbringung wurden wir mit dem Abbau und dem Transport der Zelte nach Köln beauftragt. Bei hochsommerlichen Temperaturen keine einfache Arbeit. Hilfe bekamen wir aber von den dankbaren Flüchtlingen, die wie selbstverständlich mit anpackten.

 

Notunterkunft in einer Sporthalle

Weitere 150 Menschen verschiedener Nationalitäten kamen in der letzten Woche in Düren an. Da auch hier zeitnah keine adäquate Unterkunft bereitgestellt werden konnte entschied man sich diese in der Sporthalle der Cornetzhofschule und einem daneben eingerichteten größeren Zelt unterzubringen. Zuvor wurden noch provisorische Wände durch eine Messebaufirma aufgestellt.

Hier wurden die Flüchtlinge unter anderem von Helfern des DRK-Kreisverbandes Düren rund um die Uhr bereut. Es war eine nicht ganz einfache Aufgabe für die Einsatzleitung den „Schichtbetrieb“ der betreuenden Helfer aufrecht zu erhalten. Auch ein Sprechzimmer und eine ambulante Behandlung wurde eingerichtet, damit die Menschen auch medizinisch versorgt werden konnten.

 

Logistikeinsatz im Zivilschutzstollen in Saarbrücken

Der Einsatz stellt auch immer größere Herausforderungen im Bereich Logistik. Zur Bewältigung Flüchtlingsansturm benötigte die Bezirksregierung Köln weitere Betten.

Aus diesem Grund brachen 4 unserer Helfer am Samstagmorgen gegen 6.00 Uhr auf und machten sich auf dem Weg nach Saarbrücken um mit vielen anderen Helfern die benötigten Schlafgelegenheiten zu laden die am nächsten Tag schon benötigt wurden.  Das war allerdings nicht ganz so einfach. Die Betten wurden in einem 1500 m langen Zivilschutzstollen aufbewahrt und mussten vor ihrer Verladung mit Handkarren aus dem Stollen ans Tageslicht gebracht werden. Insgesamt waren mit dieser Arbeit 35 Helfer verschiedener Organisationen betraut. Für die Helfer ein langer Tag. Einsatzende war gegen 19.00 Uhr.

 

Ein Ende ist zurzeit nicht in Sicht

Trotz aller Anstrengungen ist zurzeit ein Ende des Zuflusses von Flüchtlingen nicht in Sicht. Die Bundesregierung geht derzeit von einer drastischen Erhöhung aus so dass vermutlich noch einige Einsätze folgen werden. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz haben würden wir uns freuen von ihnen zu hören. Wir können jede Hand brauchen.

18. August 2015 12:41 Uhr. Alter: 3 Jahre